Laudatio von Anton Betschart , Gründer Möbelfabrik MAB

Im April 1951, im Alter von 25 Jahren, nach einer harten, entbehrungsreichen und von schweren Schicksalschlägen geprägten Jugend baute Toni zusammen mit seinem jüngeren Bruder Josef eine kleine Schreinerei auf. Seine eigentliche berufliche Laufbahn aber begann der heute zu ehrende Toni Betschart als Knächtli in Oberägeri. Da hatte er zu schaffen und zu dienen. Dieses Dienen, für andere da zu sein, war für Toni seit seiner frühesten Jugend wegweisend. Dienst an den Geschwistern, Dienen dem Meister, Dienen der Familie, der Öffentlichkeit in verschiedenen Ämtern und vor allem Dienen und Dienst am Kunden, das war ganz offensichtlich wichtig im Leben vos Räsels Toni. Als wacher, gelernter Jungschreiner zeigte Toni aber auch schon bald seine grossen unternehmerischen Fähigkeiten, sein Gespür in der Abwägung von Chancen und Risiken und viel Initiative und Innovationsgeist. Nur damit lässt sich erklären, dass gegen Ende der 50er Jahre schon etwa acht Angestellte für ihn arbeiteten, was 1960 einen ersten Erweiterungsbau notwendig machte. Rasant stieg die Mitarbeiterzahl weiter und bereits 1968 wurden die Räumlichkeiten für die inzwischen 30 Mitarbeiter abermals zu klein. Die einstmals kleine Schreinerei wurde zur modernen Möbelfabrik.

Laudatio von Peter Föhn, Unternehmer

Als Peter Föhn 1952 als Bauernbub in der Grossmatt geboren wurde, ist er mit einem Lebensentwurf ausgestattet worden, der nicht unbedingt vorsah, dass er dereinst einmal als Unternehmer Muotathaler Wirtschaftsgeschichte schreiben würde.
Als eines der neun Kinder hatte Peter vorerst einmal im elterlichen Betrieb tüchtig mitzuhelfen. Seinen "Schulsack" (Rüstzeug) für den Beruf und das Leben holte sich Peter wie alle Muotathaler Buben und Mädchen bei den Lehrschwestern und den Lehrern im Schulhaus Wil und im Schulhaus St. Josef. Schon früh stand für Peter fest: "Ich will Lehrer werden." So absolvierte er dann die Primar- und die Sekundarschule und weilte zudem im Welschland, bevor er sich im Lehrerseminar Rickenbach zum Primarlehrer ausbilden liess. 1975 erhielt er das Lehrerdiplom. Er war sichtlich stolz darauf.

Laudatio der IG Alchäsmärcht

Gross war die Freude bei der IG Muotathaler Alpchäsmärcht, als sie am 4. Juni den Anerkennungs- und Förderpreis «Bödmerenholz» im Wert von 3000 Franken entgegennehmen durften. Der Anerkennungspreis war mehr als verdient. Denn was die IG Alpchäsmärcht an Selbsthilfe und Innovationsfreude gezeigt hat, ist vorbildlich. Was die IG Alpchäsmärcht insgesamt auszeichnet, ist im nachfolgenden Laudatio im Wortlaut abgedruckt. Ausnahmsweise in der Mundartform.